Podolskis Kritik an FIFA, VAR, der Liga und dem FC

0
0
Podolskis Kritik an FIFA, VAR, der Liga und dem FC




Im Alter von 36 Jahren lässt Lukas Podolski seine Karriere bei Gornik Zarbze in Polen ausklingen. Mit dem Begin der Europa League betritt der ehemalige Nationalspieler am Donnerstag als TV-Experte bei RTL Neuland. Im kicker-Interview zeigt sich der Stürmer schon zuvor durchaus angriffslustig.

Selten um klare Worte verlegen: Lukas Podolski.

Getty Pictures


So kritisiert der frühere Bundesliga-Profi des 1. FC Köln und des FC Bayern München die Pläne der FIFA, die WM alle zwei Jahre auszutragen, als reine Geschäftemacherei. “Die WM würde dadurch an Reiz und auch an Wertigkeit verlieren”, moniert Podolski, “da geht es nur um noch mehr Geld.”

Podolski kontra VAR: “Da wird sich nur noch entschuldigt – das ist ein Drama”


Ebenfalls keinen Gefallen findet er am Video Assistant Referee (VAR). Diesen sähe er am liebsten ausschließlich bei Strafstoßentscheidungen im Einsatz. Die permanente Video-Überwachung verändert aus seiner Sicht den Charakter des Spiels zu dessen Nachteil. “Der VAR macht den Fußball kaputt. Der nimmt die Intensität aus den Zweikämpfen heraus. Es gibt keine Fouls mehr, keine Grätschen, da wird sich nur noch entschuldigt – das ist ein Drama”, moniert Podolski.


Eine wirklich gute Entwicklung attestiert er auch dem deutschen Fußball nicht. So kritisiert die Bundesliga dafür, dass sie in der Europa League seit Jahrzehnten nicht mehr triumphiert hat: “Anscheinend fehlt die Qualität. Und auch der Starvation, das Bewusstsein zu sagen: Wir wollen den Titel unbedingt. Ich habe vor zwei Jahren einige Spiele des FC Sevilla gesehen. Die rennen, die kämpfen, die lieben diesen Wettbewerb und haben alles für den Titel gemacht.”


Von einem solchen Triumph ist Podolskis Herzensklub, der 1. FC Köln, momentan weit entfernt. Den aktuellen sportlichen Aufschwung des FC verfolgt der ehemalige Kölner nach dem Quick-Abstieg in der Vorsaison mit Freude.

Podolski: “Über das Potenzial des FC sprechen wir seit Jahrzehnten”


Der Niedergang seines Klubs in den vergangenen Jahren überrascht ihn aber nicht. So habe dieser doch im Vergleich zur Konkurrenz keine gute Arbeit geleistet. “Über das Potenzial des FC sprechen wir ja schon seit Jahrzehnten, aber ausgeschöpft hat es der Verein gar nicht. Spieler zu entwickeln, sie teuer zu verkaufen und mit dem Geld eine Mannschaft aufzubauen – das machen andere Vereine wie Frankfurt oder Gladbach besser”, so Podolski.


Wie Lukas Podolski die Aussichten von Eintracht Frankfurt in der Gruppenphase der Europa League einschätzt, ob er Bayer 04 Leverkusen worldwide einen Titelchance einräumt, wie er sich auf seinen Job als TV-Experte vorbereitet hat und warum er froh ist, bald mit dem Profi-Fußball aufzuhören, lesen Sie im großen Interview in der Donnerstagsausgabe (oder schon am Mittwoch digital abrufbar als e-Journal)



Supply hyperlink

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.