Plan der Fifa: Afrika für Fußball-WM im Zweijahres-Rhythmus

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Plan der Fifa: Afrika für Fußball-WM im Zweijahres-Rhythmus



20. Juli 2021 um 08:15 Uhr

Plan der Fifa
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Afrika für Fußball-WM im Zweijahres-Rhythmus

Der WM-Pokal könnte bald alle zwei Jahre den Besitzer wechseln.
Foto: dpa/Marcus Brandt

Johannesburg Als erster großer Kontinentalverband unterstützt Afrikas Fußball-Komitee den Plan der Fifa, Weltmeisterschaften künftig alle zwei statt alle vier Jahre auszutragen. Als möglicher Zeitpunkt für einen Wechsel des WM-Rhythmus sind die Jahre 2027 und 2028 im Gespräch.

In der Debatte um eine Verkürzung des Rhythmus von Fußball-Weltmeisterschaften auf alle zwei statt derzeit vier Jahre sind die Befürworter des Projektes womöglich einen großen Schritt weitergekommen. Afrikas Kontinentalverband CAF stellte sich nach einer Sitzung seines Exekutivkomitees in Marokko hinter entsprechende Pläne des Weltverbandes Fifa.

“Das Exekutivkomitee erklärte seine Unterstützung für das Vorhaben, WM-Turniere für Männer und Frauen alle zwei Jahre stattfinden zu lassen”, teilte der CAF nach der Tagung seines wichtigsten Gremiums unter Leitung seines Präsidenten Patrice Motsepe (Südafrika) in Marokkos Hauptstadt Rabat mit. Wie sich der CAF für den Fall einer solchen Reform die Verhinderung möglicher Terminkollisionen vorstellt, blieb in der Pressemitteilung offen.

Die Fifa hatte sich auf ihrem jüngsten Kongress mit der Durchführung einer Studie über die Machbarkeit von WM-Endrunden im Zwei-Jahres-Rhythmus beauftragen lassen. Offiziell soll die Prüfung ergebnisoffen stattfinden, doch gilt der mächtige Fifa-Boss Gianni Infantino wegen der erhofften Einnahmesteigerungen als oberster Verfechter der Idee von häufigeren WM-Turnieren. Fifa-Chefentwickler Arsene Wenger (Frankreich) brachte zu Monatsbeginn die Jahre 2027 und 2028 als möglichen Zeitpunkt für Wechsel des seit über 90 Jahren praktizierten WM-Rhythmus ins Gespräch. Allerdings sind bislang auch seitens der Fifa keine Vorschläge zur Lösung von erwartbaren Problemen durch Terminüberschneidungen mit kontinentalen Championaten und Überlastungen der Spieler bekannt.

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Foto: dpa, hrad nic

Afrikas Votum kann im Fall einer Abstimmung großes Gewicht haben. Seine 56 Nationalverbände vereinen auf einem Kongress mit allen 209 nationalen Fifa-Mitgliedsverbänden mehr als ein Viertel aller Stimmen.

Über die WM-Diskussion hinaus nimmt der CAF auch in Frage des Vereinsfußballs eine vom Europa-Verband Uefa abweichende Place ein. Denn rund drei Monate nach dem in Europa krachend gescheiterten Tremendous-League-Projekt lässt der CAF die Möglichkeiten zur Einführung eben solch einer Eliteklasse mit zahlreichen gesetzten Teilnehmern prüfen. Mögliche Negativfolgen einer afrikanischen Tremendous League für die nationalen Ligen des Kontinents erwähnte der CAF bei der Ankündigung seiner Pläne wiederum nicht.
(kron/SID)



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