Fifa verlegt Turnier: Klub-WM in Qatar mit FC Bayern erst im Februar

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Fifa verlegt Turnier: Klub-WM in Qatar mit FC Bayern erst im Februar


Die Klub-Weltmeisterschaft des Internationalen Fußballverbands Fifa wird in den ersten beiden Februarwochen in Qatar ausgetragen. Nach Angaben des Weltverbandes Fifa findet das Turnier nunmehr vom 1. bis zum 11. Februar zum zweiten Mal nach 2019 im Land des WM-Gastgebers 2022 statt. Bayern München greift als Gewinner der europäischen Champions League am 8. Februar im Halbfinale ins Geschehen ein. Die für Januar, Februar und März geplanten U-17- und U-20-Weltmeisterschaften der Juniorinnen in Indien und Costa Rica sagte die Fifa ab.

Die Münchner Teilnahme an der Klub-WM wird Auswirkungen auf den Bundesliga-Kalender haben: Unter Berücksichtigung von Reiseterminen dürfte zumindest das Spiel bei Hertha BSC am 20. Spieltag verschoben werden. Erreichen die Bayern das Finale, wird wohl auch das Spiel gegen Arminia Bielefeld am darauffolgenden Spieltag verschoben werden müssen.

In einer auf der Vereinshomepage veröffentlichten Pressemitteilung bedankte sich der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, „bei der Fifa und ihrem Präsidenten Gianni Infantino, dass es auch in Zeiten von Corona möglich ist, um diesen Titel zu spielen“. Der FC Bayern München wird von der staatseigenen Fluglinie Qatar Airways gesponsert. Sollte der FC Bayern das Turnier gewinnen, wäre es der sechste von sechs möglichen Titeln in der Folge einer Saison.

Kontroverse um WM-Austragung: Immer wieder wird Qatar wegen Ausbeutung von Arbeitern kritisiert.


Kontroverse um WM-Austragung: Immer wieder wird Qatar wegen Ausbeutung von Arbeitern kritisiert.
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Bild: Reuters

Unterdessen legte die Menschenrechtsorganisation Amnesty Worldwide einen weiteren Bericht zur State of affairs ausländischer Arbeiter rund zwei Jahre vor der Fußball-WM 2022 in Qatar vor. Die Lage habe sich zwar verbessert, ein Drawback sei allerdings weiter die „schwache Umsetzung und Durchsetzung anderer Reformen“. Tausende Arbeitnehmer seien dadurch „der Gnade skrupelloser Arbeitgeber“ ausgeliefert, Missbräuche blieben häufig unbestraft. Qatar hatte, nach anhaltender internationaler Kritik, im Zuge der nunmehr zehn Jahre währenden WM-Vorbereitungen, zu denen auch die Austragung der Klub-Weltmeisterschaft gehört, Reformen beschlossen.

Dazu gehören der Abbau des Kafala-Methods, durch das ausländische Angestellte an einen einheimischen Bürgen gebunden sind, sowie die Einführung eines Mindestlohns. Ausländische Arbeitnehmer sollen nun beispielsweise selbst über ihre Ausreise entscheiden dürfen. Laut Amnesty-Bericht kommt es weiterhin zu Vergeltungsmaßnahmen von Arbeitgebern, sollten ausländische Arbeiter ausreisen wollen. Dies würde ohne rechtliche Konsequenzen bleiben. Löhne sollen zudem verspätet oder gar nicht ausgezahlt werden.



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