»Fifa 21«: EA untersucht »verdächtige Aktivitäten« in »Fifa Final Crew«

0
4
»Fifa 21«: EA untersucht »verdächtige Aktivitäten« in »Fifa Final Crew«


Digital Arts (EA), die Firma hinter der Fußballspielreihe »Fifa«, sieht sich unter Druck, eine Artwork Schwarzmarktskandal um den beliebtesten Spielmodus von »Fifa 21« aufzuklären. Im Raum stehen Vorwürfe, ein oder auch mehrere Mitarbeiter des Spieleherstellers könnten besonders begehrte Digitalinhalte für »Fifa Final Crew« (»FUT«) an Nutzerinnen und Nutzer verkauft haben – unter der Hand und gegen drei- bis vierstellige Geldsummen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

»FUT« ist ein in »Fifa 21« eingebauter Onlinewettbewerb. Die Spielerinnen und Spieler versuchen darin, mit Profis aus realen Mannschaften »ultimative« Fantasieteams aufzubauen. Ihre Mannschaften stellen sie dabei auf Grundlage sogenannter Spielerkarten zusammen, die sie über einen virtuellen Transfermarkt oder aber in Kind sogenannter Packs erhalten, aus digitalen Panini-Tütchen quasi. Diese Packs lassen sich freispielen oder kaufen – welche Profis darin stecken, weiß man vorher nicht, das ist Glückssache, genau wie bei gedruckten Sammelkarten.

»Die Likelihood, durch ein Pack einen Celebrity zu bekommen, ist verschwindend gering«, sagte kürzlich der Streamer TimKalation in einem SPIEGEL-Interview. »Es kann passieren, dass man Tausende Euro ausgibt und trotzdem nie einen Cristiano Ronaldo zieht.«

Umstritten ist »FUT« einerseits, weil EA den Spielerinnen und Spielern mit den Packs die Möglichkeit bietet, innerhalb des üblicherweise 70 Euro teuren Spiels noch viel mehr Geld auszugeben. »In der Szene der enthusiastischen FUT-Spieler sind 100 Euro momentan nichts«, sagt TimKalation. »Selbst 1000 Euro Investition in FUT gelten noch als okay. Professional Jahr!«

Anderseits steht »FUT« in der Kritik, weil die Fantasieteams der Spielerinnen und Spieler on-line gegeneinander antreten. Dabei gilt: Wer viel Geld für Packs ausgibt, hat tendenziell den besseren Kader und damit einen Wettbewerbsvorteil.EA untersucht die SituationIn der aktuellen »FUT«-Kontroverse geht es nun darum, dass über einen oder auch mehrere Accounts von EA offenbar sehr seltene Spielerkarten ausgegeben wurden, nachdem diese on-line zum Verkauf angeboten wurden. Dem Magazin »Eurogamer« zufolge wurden äußerst begehrte Karten feilgeboten, sogenannte Prime Icon Moments. Ausgeliefert wurden etwaige Käufe mutmaßlich im Zuge des »Content material Granting«, einem Übertragungsweg jenseits der Packs, den EA beispielsweise nutzt, wenn es Karten als Werbegeschenke an echte Fußballer oder Prominente herausgibt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das Unternehmen teilte am Freitag in einem Blogpost mit, es sei auf »verdächtige Aktivitäten« hingewiesen worden. Einzelne Accounts seien an »FUT«-Inhalte gekommen, die sie nicht im Spiel selbst ergattert hätten, additionally etwa durchs Öffnen von Packs oder über den spielinternen Transfermarkt. Es scheine, so schreibt EA, dass ein oder mehrere Firmenaccounts, »die entweder kompromittiert oder von jemandem innerhalb von EA in unangemessener Weise verwendet wurden«, für jene Übertragungen digitaler Inhalte verantwortlich seien.Das, was mutmaßlich geschehen ist, sei »inakzeptabel«, heißt es weiter. EA dulde in keiner Weise das Herausgeben von Spielerkarten im Austausch gegen Geld. In seiner Stellungnahme erklärt das Unternehmen, dass der Handel mit oder der Verkauf von Inhalten außerhalb des Spiels nicht erlaubt sei, weil dies zu »ungleichen Wettbewerbsbedingungen für unsere Neighborhood« führen würde.

Böswillig lässt sich dieser Satz so interpretieren: Die Unfairness, die »FUT« durch die Pack-Käufe ohnehin mit sich bringt, ist EA schon unfair genug. Da braucht es nicht auch noch krude Offers über andere Kanäle.Das Ausmaß ist unklarWelches Ausmaß und welche Auswirkungen der Schwarzmarktskandal letztlich haben wird, muss sich erst noch zeigen. Viele Spielerinnen und Spieler sind aber empört, dass es mutmaßlich direkt im Umfeld von EA einen illegalen Weg gab, sich besonders seltene Karten für »FUT« zu erkaufen. EA selbst spricht von einer »sehr kleinen Zahl« beteiligter Accounts, wobei sehr klein angesichts von Millionen »FUT«-Followers ein dehnbarer Begriff ist. Der Modus gilt schon lange als beliebteste »Fifa«-Spielvariante, EA verdient mit »FUT« Jahr für Jahr Hunderte Millionen Euro.

Das »Content material Granting«, additionally die Choice, Spielerkarten unter bestimmten Umständen direkt an Spielerinnen und Spieler herauszugeben, hat EA nun vorläufig ausgesetzt. Damit könnte wohl auch der Kundenservice vorerst keine Spielerinnen und Spieler mehr auf diese Artwork entschädigen, falls diese etwa aufgrund technischer Probleme bestimmte Inhalte verloren haben.

Produktbesprechungen erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Über die sogenannten Affiliate-Hyperlinks oben erhalten wir beim Kauf in der Regel eine Provision vom Händler.

Mehr Informationen dazu hier

EA hat außerdem angekündigt, gegen alle Mitarbeiter vorzugehen, denen eine Verwicklung in den unerlaubten Handel mit Spielerkarten nachgewiesen werden kann. Ebenso sollen die Accounts von Spielerinnen und Spielern, die sich über den Schwarzmarkt Karten gekauft haben, dauerhaft gesperrt werden.»Wir wissen auch, wie extrem ärgerlich und frustrierend es ist, dass diese Praxis möglicherweise von EA selbst ausgegangen ist«, betont das Unternehmen noch und bittet die Spielerschaft von »FUT« um Entschuldigung. »Wir sind auch wütend.«



Supply hyperlink

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.