Dieser Franke gehört zu den besten Fifa-Spielern in Deutschland

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Dieser Franke gehört zu den besten Fifa-Spielern in Deutschland



Yannic Bederke spielt für den FC Augsburg in der virtuellen Bundesliga – so intestine, dass seine Kumpels schon keine Lust mehr haben, privat mit ihm zu zocken. Für alle, die gerne Fifa auf der Konsole spielen, hat der Profi einen Tipp.

Vier Wochen lang will er seine Konsole nicht anschalten. Kein Controller in der Hand, keine hart umkämpften Spiele, kein tägliches Coaching. Die XBox bleibt aus, Yannic Bederke macht Sommerpause. “Mir fällt das eigentlich nicht schwer, es tut mir echt intestine, mal eine Pause zu machen”, sagt er. Er will sich erholen, Abstand gewinnen, so wie die “echten” Fußball-Profis das im Frühsommer zu tun pflegen.
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Bederke ist einer der besten eFootballer in Deutschland. Im beliebten Fußball-Simulationsspiel “Fifa” gibt es in der Republik nur wenige, die ihm gefährlich werden können. Vergangenes Jahr warfare der 21-Jährige, der im Westheimer Ortsteil Hüssingen wohnt, sogar Deutscher Meister. Ein Titel, der ihn stolz gemacht hat, der aber auch Druck bedeutete. Weil die Konkurrenz ihn genau im Blick behält. Weil jeder gegen ihn, den Titelverteidiger, seine beste Leistung abrufen will. Selbst zu jagen ist angenehmer als gejagt zu werden.

Das hat Bederke in der abgelaufenen Saison erfahren, die keine schlechte warfare, aber eben auch nicht so überragend wie die Spielzeit zuvor. Mit seinem Crew, dem FC Augsburg, belegte er in der virtuellen Bundesliga (VBL) Platz drei in der Staffel Süd-Ost. Außerdem gibt es noch eine Nord-West-Division, beide Staffeln umfassen je 13 Mannschaften. Vor dem letzten Spieltag hatten die Augsburger sogar noch eine Probability auf Rang zwei.
Am Kleeblatt gescheitert
“Dazu hätten wir aber alle drei Partien gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth gewinnen müssen”, blickt Bederke zurück. Das misslang. Letztlich folgten einem Sieg zwei Unentschieden. Der dritte Platz in der Liga ist deswegen so undankbar, weil er – im Gegensatz zu den ersten beiden Rängen – nicht direkt für das Playoff-Finale der besten Acht qualifiziert. Stattdessen musste Bederke mit seinem Crew im Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg antreten – und unterlag dort knapp.

Neben dem Mannschaftswettbewerb, wo Bederke mit seinen Kollegen Lukas Rathgeb und Christoph Geule an den Begin geht, gibt es im eFootball auch einen Einzelwettbewerb. Dort holte sich der Hüssinger letztes Jahr den Titel. Dieses Jahr warfare im Finale der besten 16 Schluss. “Da hätte ich mir mehr gewünscht”, ist Bederke selbstkritisch. “Aber es warfare einfach nicht mein Tag und das Spielglück warfare nicht auf meiner Seite.” Allerdings: Yannic Bederke hatte es im dritten Jahr in Folge geschafft, bis in die Finalrunde vorzudringen – das kann außer ihm nur ein anderer Spieler von sich behaupten.

Und außerdem gibt es ja noch den Pokal. Es ist wie im echten Fußball, wo der Pokalwettbewerb zum Hoffnungslauf für alle jene Groups wird, die in der Liga den eigenen Zielen hinterherhinken. “Tatsächlich ist das System im Prinzip wie im normalen DFB-Pokal. Jeder Amateurverein konnte sich zur Teilnahme anmelden, am Ende waren 64 Groups qualifiziert”, erklärt Bederke.

Neues Spiel, neue Herausforderung
Unter die High 16 hat es der FC Augsburg wieder geschafft, mehr warfare nicht drin. Trotzdem weiß der Verein, was er an Bederke hat: einen Instinktspieler, der mit großem Expertise gesegnet ist. Spielanleitungen oder Tipps in On-line-Foren braucht Bederke nicht. Er bringt sich alles selbst bei, verlässt sich auf sein Gefühl für das Spiel. Lionel Messi ist schließlich auch nicht deswegen ein begnadeter Fußballer geworden, weil er so viele Trainingshandbücher gelesen hat.

Allzu viele Emotionen tun dem Spiel an der Konsole eigentlich nicht intestine, sagt Yannic Bederke. Beruhigend, dass es auch einem Profi nicht immer gelingt, seinen Ärger zu verbergen.
© Foto: FC Augsburg

Bederke fühlt sich wohl beim FCA. Parallel zu einer eSport-Karriere arbeitet er in der Kommunikationsabteilung des Vereins mit. Die neue Saison wird wohl Ende Oktober beginnen, wenige Wochen nach dem Erscheinungstermin von “Fifa 22”. “Ich muss versuchen, mich noch schneller auf die neue Model des Spiels einzustellen”, setzt er sich selbst ein Ziel.

Profis wie er bekommen bereits eine Woche vor dem offiziellen Verkaufsstart des Spiels einen auf zehn Stunden begrenzten Zugang, um sich auf die wichtigsten Neuerungen vorbereiten zu können. “Man muss den Spielfluss und die Mechanismen kennenlernen.” Das ist wichtig, um auf hohem Niveau erfolgreich sein zu können.
Auch an der XBox gilt: nicht ausrasten!
Für alle, die nur in ihrer Freizeit die Konsole einschalten, ist dagegen Selbstbeherrschung viel wichtiger: “Man sollte sich nicht so sehr aufregen beim Spielen, das macht einen automatisch schlechter. Wenn etwas nicht funktioniert, ist sowieso meistens der Spieler schuld und nicht das Spiel”, sagt Bederke, der in den kommenden Wochen hauptsächlich auf dem echten Rasen zu finden sein wird. Beim TSV Oettingen, wo er für die zweite Mannschaft in der B-Klasse das Tor hütet. Ein guter Ausgleich zu den vielen Stunden vor dem Bildschirm.

Nur falls ein paar Kumpels mit ihm zocken wollen, wird er im Juli die Konsole anschalten. Das passiert aber nicht mehr so oft. “Die sagen mir dann, du brauchst nicht mitspielen, denn du gewinnst ja eh”, berichtet Bederke lachend. Man kann sie irgendwie verstehen.



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